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Anti-Aging Diagnostik
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Weltweit betrug im
Jahre 1950 die Lebenserwartung neugeborener Frauen 47,8 Jahre
und die der neugeborenen Männer 45,1 Jahre. Dank größerer
Leistungen und Beiträge seitens der medizinischen Forschung und
des Gesundheitswesens, lag im Jahre 2000 die globale mittlere
Lebenserwartung für Frauen bei 67,8 und für Männer bei 63,7 Jahre. Bis 2050 wird ein weiterer Anstieg auf 79,3 Jahre für
Frauen und 74,4 Jahre für Männer vorausgesagt. |
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Überall in der Welt ist für Männer
die Lebenserwartung signifikant kürzer, als für Frauen. In
Europa ist sie 8 Jahre, in Nordamerika 6,7 Jahre und in Afrika 3
Jahre kürzer
(1) . |
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Die Ursachen für den
früheren Tod der Männer scheinen vielschichtig zu sein. Denkbar
sind genetische Dispositionen, der typische „maskuline“
Lebensstil, psychische und soziale Faktoren und nicht zuletzt
hormonelle Einflüsse.
Es muss nicht nur
Ziel der medizinischen Forschung sein, das Lebensalter der
Männer zu verlängern, sondern insbesondere das Altern bei
möglichst langer Aufrechterhaltung der körperlichen und
geistigen Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.
Erste sichtbare
Anzeichen des Alterungsprozesses treten beim Mann um das 50.
Lebensjahr auf. Während bei den Frauen in diesem Alter ein Ende
der Fortpflanzungsfähigkeit infolge Erschöpfung des
Eizellenvorrats der Eierstöcke eintritt, ist beim alternden Mann
die Fortpflanzungsfähigkeit nicht plötzlich beendet. Die
Samenproduktion bleibt im Wesentlichen bestehen.
Der beim Mann auftretende
Symptomenkomplex von Beschwerden und Veränderungen wird in der
Fachliteratur mit einer Reihe von Synonymen belegt. Alle diese
Begriffe, wie „Wechseljahren des Mannes“, "Andropause", „Aging
Male“, „Männliche Seneszenz“, „ADAM“ (Androgenmangel
Des
Alternden
Mannes),
„PADAM“ (Partieller
Androgenmangel
Des
Alternden
Mannes)
und PEDAM (Partielles
endokrines
Defizit
des älterwerdenden
Mannes) versuchen
mehr oder weniger gelungen, diese Problematik zu beschreiben
(2).
Alle in der
nachstehenden Tabelle aufgeführten und andere, nicht genannte
Beschwerden können im zunehmenden Alter beim Mann auftreten und
zu allgemeinem Unwohlsein führen oder aber so stark ausgeprägt
sein, dass das Lebensgefühl extrem darunter leidet. Es kann
jedoch festgestellt werden, dass nicht alle Männer die
beschriebenen Beschwerden aufweisen. |
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Dem Alterungsprozess sind mehrere
wichtige hormonelle Regelkreise unterworfen, deren Veränderungen
im Mittelpunkt dieser Abhandlung stehen:
Somatotrope Achse (HGH,
IGF-1)
Gonadotrope Achse (LH, FSH, Östrogene, Progesteron, Testosteron,
DHEA)
Hypothalamus-Hypophysen-NNR-Achse
(Cortisol, Mineralkortikoide)
Knochen-, Mineral-,
Vitamin D-Stoffwechsel
(Collagen Crosslinks, Osteocalcin, PTH, Vit. D3)
Andere Hormonsysteme
(z. B. Melatonin, Insulin) |
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